Vitamin E-Therapie

Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das über die Nahrung (insbesondere pflanzliche Öle) aufgenommen wird. Die Hauptwirkung von Vitamin E im menschlichen Körper beruht auf dessen antioxidativer Eigenschaft, die insbesondere Zellmembranen schützt. In experimentellen Untersuchungen, die nicht direkt auf Menschen übertragen werden können, konnte u. a. eine Hemmung des Wachstums und der Metastasierung von Krebszellen nachgewiesen werden. In kontrollierten klinischen Studien konnte Vitamin E (2 mal 300 mg pro Tag) Schweregrad und Häufigkeit von Missempfindungen der Hände und Füße durch platin- und taxanhaltige Chemotherapien signifikant mindern. (1, 2) Allerdings muss die komplementäre Vitamin E Gabe während der entsprechenden Chemotherapien verabreicht werden, um der Entstehung von Lebensqualität mindernden Missempfindungen vorzubeugen.

Bewertung

Die Studienlage deutet darauf hin, dass eine Vitamin E Gabe als komplementäre Behandlungsmaßnahme während platin-/taxanhaltiger Chemotherapien die Entstehung von Missempfindungen verhindern kann.
Quellen:

(1) Pace A et al. (2010). Vitamin E neuroprotection for cisplatin neuropathy: a randomized, placebo-controlled trial. Neurology. 74(9):762–766.
(2) Argyriou AA et al. (2006). Preventing paclitaxel-induced peripheral neuropathy: a phase II trial of vitamin E supplementation. Journal of pain and symptom management. 32(3):237–244.

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