Vitalpilze

Vitalpilze, auch Heilpilze genannt, sind Speisepilze (z. B. Reishi, Shiitake, Maitake) aus uns fremden Kulturkreisen (insbesondere aus China und Japan), die inzwischen auch in Deutschland kultiviert werden. Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe (u. a. Mineralien, Spurenelemente, Vitamine, Zucker und Eiweiße) werden sie in Asien als „Heilmittel“ betrachtet, die vorbeugend und therapeutisch auch gegen Krebserkrankungen wirksam sein sollen. Der Nachweis ihrer biologischen und pharmazeutischen Qualität (u. a. Fehlen von infektiösen Krankheitserregern und von gesundheitsgefährdenden Zusatzstoffen und Umweltgiften) sowie ihrer Unbedenklichkeit und Wirksamkeit ist jedoch bislang nicht belegt worden. Alle vorliegenden Studien weisen im Gegenteil gravierende methodische Mängel auf und sind somit nicht für eine Bewertung geeignet.

Bewertung

Der Verzehr bzw. die Einnahme teurer Vitalpilze oder ihrer Extrakte kann nicht empfohlen werden, da weder eine krebsvorbeugende noch eine krebstherapeutische Wirksamkeit belegt ist und gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen, die die Krebsstandardtherapie hemmen könnten, nicht auszuschließen sind. Grundsätzlich ist bei der Anwendung von Heilmitteln aus anderen Kulturkreisen zu bedenken: Menschen verschiedener Herkunft unterscheiden sich z. T. erheblich in ihren vererbten Reaktionsweisen, z. B. im Hinblick auf ihren Stoffwechsel (siehe hierzu auch Traditionelle Chinesische Medizin).

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Die „Gesellschaft für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin e.V.“  berät Sie gerne: